Hagener Straßenbahn AG

HST ist Teil der Kooperation östliches Ruhrgebiet

Wer den öffentlichen Nahverkehr in den benachbarten Städten wie Dortmund oder Bochum nutzt, kennt es schon seit Langem: Die städteübergreifende einheitliche Farbgebung von Bussen und Straßenbahnen sowie ein gemeinsames Logo. Beides sind nach Außen sichtbare Zeichen einer erfolgreichen Zusammenarbeit rechtlich selbständiger Verkehrsunternehmen im Rahmen der sogenannten „Kooperation östliches Ruhrgebiet“ (KöR). Auch die Hagener Straßenbahn AG (HST) hat schon vor vielen Jahren die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen gesucht. Nunmehr haben die Aufsichtsgremien der HST und der Hagener Versorgungs- und Verkehrs Gesellschaft (HVG) einem Beitritt der HST zur KöR zugestimmt. 

Viele Vorteile durch Zusammenarbeit
Im Vorfeld dieser Entscheidung hatte die HST im Rahmen einer ca. eineinhalbjährigen Gastmitgliedschaft Gelegenheit, sich ein umfassendes Bild über die KöR zu verschaffen. „Die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen auf den unterschiedlichen Handlungsfeldern waren durchweg positiv“, erklärt Straßenbahn-Vorstand, Christoph Köther. „Zukünftig können u. a. durch gemeinsame Fahrzeug- und Ersatzteilbeschaffungen voraussichtlich zusätzliche Einkaufsvorteile für unser Unternehmen generiert werden. Ein gemeinsames, gebündeltes Vorgehen stärkt nicht nur die Verhandlungsposition, sondern reduziert auch den internen Aufwand für den Ausschreibungs- und Bestellprozess. Neben etwaigen wirtschaftlichen Synergien bietet die KöR des Weiteren den großen Vorteil, dass das in den einzelnen Unternehmen vorhandene Expertenwissen gemeinsam genutzt werden kann und somit nicht mehrfach vorgehalten werden muss,“ so Köther.

Bei der KöR handelt es sich um eine Interessensgemeinschaft, d. h., dass die Mitgliedsunternehmen auch weiterhin gesellschaftsrechtlich vollkommen unabhängig bleiben. Auch die Mitgliedschaft im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bleibt von dieser Kooperation unberührt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der HVG, Oberbürgermeister Eric O. Schulz, freut sich ebenfalls über die getroffene Entscheidung. „Der Beitritt der Hagener Straßenbahn in die Kooperation östliches Ruhrgebiet ist ein klassisches Beispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit in der Region. Nicht nur die fachliche Expertise wird durch die Zusammenarbeit gestärkt, hier sind auch wirtschaftliche Vorteile zu erwarten“.

Die Zusammenarbeit im Rahmen der KöR bezieht sich auf ganz unterschiedliche Unternehmensbereiche, u. a. Technik, Personalentwicklung, Kommunikation, Marketing und Vertrieb.

Die Kooperation östliches Ruhrgebiet
1999 gründeten die Dortmunder Stadtwerke (DSW21), die Bogestra, die Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel (HCR) sowie die Vestischen Straßenbahnen GmbH die Kooperation. Im Jahr 2017 trat das Hagener Nachbarunternehmen VER ebenfalls als festes Mitglied der KöR bei. 

Weitere Eckdaten zur KöR:
Fahrgäste: 376 Mio. jährlich.
Einwohner: Im Einzugsgebiet leben 2,2 Mio. Menschen. 
Fahrzeuge: Knapp 300 Straßenbahnen und 800 Busse. Mit dem formalen Beitritt der HST werden noch einmal 140 Busse dazu kommen. 

2020 rollen die ersten „KöR-Busse“ über Hagens Straßen
Die ersten Fahrzeuge der Hagener Straßenbahn im neuen KöR-Design werden frühestens ab 2020 im Hagener Stadtgebiet zu sehen sein. Sie sind ab dann nicht mehr im straßenbahntypischen Weiß/Blau/Grün lackiert, sondern tragen die KöR-Farben Rot, Weiß und Grün, in Anlehnung an die NRW-Landesfarben. Auch das Innendesign der Fahrzeuge wird bei zukünftigen Busbestellungen mit den Bussen im KöR-Gebiet identisch sein. Und: alle Busse sind gekennzeichnet durch das kleine, aber bedeutungsvolle KöR-Logo über der Einstiegstür.

Hagenes Oberbürgermeister Erik O. Schulz und HST Vorstand Christoph Köther mit einem Bus im zukünftigen KöR-Design